Vor zwanzig Jahren bedeutete eine Leckortung oft: aufgestemmte Wände, aufgerissene Estriche, viel Staub und am Ende ein neuer Bodenbelag. Heute geht das deutlich eleganter. Mit dem richtigen Methoden-Mix lässt sich der Leckbereich in vielen Fällen so weit eingrenzen, dass nur kleine Öffnungen nötig sind – ohne unnötig Substanz zu zerstören.
Wann ist eine Leckortung notwendig?
- Steigende Wasserrechnung ohne erkennbaren Mehrverbrauch.
- Heizung verliert dauerhaft Druck und muss nachgefüllt werden.
- Feuchte Stellen an Wand, Boden oder Decke ohne sichtbare Wasserquelle.
- Muffiger Geruch ohne erkennbaren Schimmel.
- Wasserzähler dreht sich, obwohl keine Entnahmestelle offen ist.
- Akuter Wasserschaden, dessen Ursache nicht offensichtlich ist.
Die wichtigsten Methoden der modernen Leckortung
Thermografie (Wärmebildkamera)
Mit hochauflösenden Wärmebildkameras machen wir Temperaturunterschiede sichtbar. Eine undichte Warmwasserleitung erzeugt zum Beispiel eine wärmere Spur entlang der Wand oder im Boden. Auch Feuchte verändert die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen – kalte Zonen in der Aufnahme sind oft ein Hinweis auf Wassereintrag.
Tracergas-Verfahren
Wir füllen ein ungefährliches Formiergas (Stickstoff-Wasserstoff-Gemisch) in das betroffene Leitungssystem. Das Gas tritt an der Leckstelle aus und steigt nach oben. Sensoren auf der Oberfläche zeigen den Austrittsbereich an – geeignet für Lecks in Estrich, Wand oder unter Bodenbelägen. Wie genau die Eingrenzung gelingt, hängt vom Bodenaufbau und den Randbedingungen ab.
Akustische Leckortung
Druckwasser, das aus einem Leck strömt, erzeugt charakteristische Geräusche. Mit Bodenmikrofonen und Korrelatoren lokalisieren wir vor allem Lecks in Trinkwasserleitungen unter Estrich oder im Erdreich.
Endoskopie und Feuchtemessung
Über kleine Bohrungen (5–10 mm) führen wir Endoskopkameras in Hohlräume ein. Kombiniert mit Mikrowellen- und Widerstandsfeuchtemessungen erhalten wir ein präzises Bild der Verteilung – ohne die Wand großflächig zu öffnen.
Was kostet eine Leckortung?
Die Kosten hängen von der eingesetzten Methode, der Komplexität des Schadens, dem Zeitaufwand und der Erreichbarkeit ab; pauschale Preise lassen sich seriös nicht nennen. Sinnvoll ist ein individuelles Angebot vor Beauftragung. Ob und in welchem Umfang die Wohngebäudeversicherung die Ortungskosten übernimmt, richtet sich nach Ursache, Tarif und Vertragsbedingungen – klären Sie die Kostenübernahme vorab mit Ihrem Versicherer.
Ablauf einer Leckortung bei Luchs
- Telefonische Aufnahme: Sie beschreiben das Schadensbild, wir geben eine Ersteinschätzung.
- Terminvereinbarung nach Verfügbarkeit – bei akuten Notfällen so kurzfristig wie möglich.
- Vor-Ort-Begehung mit Sichtprüfung und Feuchtemessungen.
- Auswahl der passenden Ortungsmethode(n) – oft eine Kombination.
- Lokalisierung des Lecks, Markierung und fotografische Dokumentation.
- Ausführlicher Bericht mit Wärmebildern, Messprotokollen und Empfehlung für die Reparatur.
Häufige Fragen
- Bei einem klar abgegrenzten Schadensbild sind es häufig einige Stunden. Komplexere Fälle, etwa Heizungsleckagen über mehrere Stockwerke, können deutlich länger dauern.
Quellen
Dieser Beitrag stützt sich auf öffentlich zugängliche Informationen der folgenden Stellen. Er ersetzt keine individuelle Rechts-, Versicherungs- oder Gesundheitsberatung.
- Wohngebäudeversicherung für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer — Verbraucherzentrale
- Hausratversicherung – auf den Wert der Einrichtung kommt es an — Verbraucherzentrale
Fachbeiträge unseres Teams zu Wasserschaden, Leckortung, Bautrocknung und Schimmelsanierung in Dortmund und Umgebung.
