Tracergas-Leckortung klingt nach Hightech, ist aber im Kern ein bestechend einfaches Prinzip. Ein extrem leichtes, ungefährliches Gasgemisch wird in eine Leitung gegeben, tritt am Leck aus und steigt nach oben durch den Bodenaufbau. Mit hochsensiblen Sensoren orten wir den Austritt zentimetergenau – ohne Wände aufzustemmen oder Böden aufzureißen.
Wann ist Tracergas die richtige Methode?
- Verdeckte Lecks in Heizungs- oder Trinkwasserleitungen unter Estrich.
- Lecks in Bodenheizungen, bei denen Thermografie keine eindeutigen Befunde liefert.
- Schäden an Flachdächern und Terrassen, bei denen die Eintrittsstelle ungewiss ist.
- Druckluftleitungen und gewerbliche Versorgungssysteme.
Welches Gas wird verwendet?
In der Regel kommt ein Formiergas zum Einsatz – ein Gemisch aus 95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff. Das Gas ist nicht brennbar (Wasserstoffanteil unter der Zündgrenze), nicht giftig, rückstandsfrei und sehr leicht. Dadurch durchdringt es selbst dichte Bauteile und steigt zuverlässig nach oben.
So läuft die Tracergas-Leckortung ab
- Vorbereitung: Wir entleeren das betroffene Leitungssystem und schließen es vom Netz ab.
- Befüllung: Über ein steuerbares Druckventil fluten wir die Leitung mit Tracergas auf einen definierten Druck (meist 1,0–1,5 bar).
- Wartezeit: Etwa 15–60 Minuten, damit das Gas das Leck verlässt und durch Estrich/Putz nach oben gelangt.
- Detektion: Mit einem Wasserstoffsensor scannen wir die Bodenfläche bzw. Wand systematisch ab. Der Sensor zeigt akustisch und visuell die Konzentration an – am Leckpunkt liegt sie um Größenordnungen höher als anderswo.
- Markierung & Bestätigung: Wir markieren den Punkt, prüfen mit Kontrollmessungen und dokumentieren das Ergebnis mit Foto und Skizze.
Grenzen der Methode
Tracergas funktioniert nur an drucklos gemachten Systemen – die Leitung muss isolierbar sein. Bei sehr großen Gebäuden mit weitverzweigtem Leitungsnetz kann die Ortung mehrere Anschnitte erfordern. Stark verdichtete Estrichschichten oder dichte Folienlagen können die Gasausbreitung verzögern – ein erfahrener Operator kalkuliert das ein.
Tracergas in Kombination mit anderen Verfahren
Wir setzen Tracergas selten allein ein, sondern kombinieren mit Thermografie und Feuchtemessung. So entsteht ein klares Bild: Thermografie zeigt großflächige Verdachtsbereiche, Feuchtemessung bestätigt den Wassereintritt, Tracergas pinpoint die genaue Leckstelle.
Was kostet eine Tracergas-Leckortung?
In Dortmund liegen die Kosten je nach Aufwand zwischen 350 und 1.000 Euro netto. Bei einem versicherten Leitungswasserschaden übernimmt die Wohngebäudeversicherung in der Regel den vollen Betrag, sofern wir den Auftrag mit dem Versicherer abstimmen. Wir holen die Kostenübernahmebestätigung gern für Sie ein.
Sicherheit – ist das Gas ungefährlich?
Ja. Formiergas mit 5 % Wasserstoff ist unter der unteren Zündgrenze und damit nicht brennbar. Es ist nicht giftig, riecht nicht und hinterlässt keine Rückstände. Der Einsatz ist auch in bewohnten Wohnungen problemlos.
Häufige Fragen
- In der Regel 2–4 Stunden vor Ort. Bei komplexen Systemen oder mehreren Leckverdachten auch ein halber Tag.
Seit über 15 Jahren im Einsatz für Wasserschäden, Leckortung und Schimmelsanierung in Dortmund und Umgebung. Zertifizierter Fachbetrieb nach WTA & BG-Bau.

