Wasser dehnt sich beim Gefrieren um rund 9 Prozent aus. Diese scheinbar kleine Zahl hat erhebliche Folgen: In einer geschlossenen Leitung baut sich enormer Druck auf, bis Material oder Verbindung nachgeben. Ein einziger Frostschaden kann fünfstellige Sanierungskosten verursachen – die meisten sind mit wenigen Vorsichtsmaßnahmen vermeidbar.
Wo Frostschäden besonders häufig entstehen
- Außenwasserhähne, deren Absperrhahn nicht vor dem Winter zugedreht wurde.
- Wasserleitungen in unbeheizten Kellerräumen, Garagen oder Carports.
- Leitungen in ungedämmten Außenwänden – häufig in Altbauten.
- Heizungsanlagen in leerstehenden oder unbewohnten Immobilien.
- Sprinkler- und Gartenbewässerungsanlagen ohne Entleerung.
Vorbeugung – diese Maßnahmen helfen wirklich
- Außenwasserhähne im Herbst zudrehen und die Leitung am Entleerungsventil ablassen.
- Keller und Hauswirtschaftsräume nicht komplett auskühlen lassen – mindestens 5–8 °C halten.
- Bei längerer Abwesenheit Heizung auf Frostschutzstellung lassen, niemals komplett ausschalten.
- Leitungen in kalten Bereichen mit selbstregelnden Heizbändern und Rohrisolierungen schützen.
- Sprinkler- und Bewässerungsanlagen vor dem ersten Frost professionell entleeren lassen (Druckluftspülung).
Was tun bei eingefrorener Leitung?
Wenn aus dem Hahn kein Wasser kommt und sich die Leitung kalt anfühlt, ist sie wahrscheinlich eingefroren. Bevor das Eis taut, sollten Sie schnell handeln, denn das wahre Risiko entsteht beim Auftauen: Wenn die Leitung bereits geplatzt ist, schießt das Wasser dann mit voller Wucht heraus.
- Sofort den Haupthahn schließen.
- Den nächsten Hahn auf der Leitung öffnen – so kann das auftauende Wasser entweichen, statt Druck aufzubauen.
- Leitung vorsichtig erwärmen: Föhn, Heizlüfter, warmes Tuch. NIEMALS offene Flamme verwenden.
- Vom Hahn in Richtung Leck arbeiten – nicht umgekehrt.
- Sobald Wasser fließt, prüfen, ob die Leitung undicht ist. Bei kleinster Tropfenbildung sofort wieder absperren und Fachbetrieb rufen.
Wenn das Rohr bereits geplatzt ist
Geplatzte Frostleitungen sind unsere Standard-Notfallaufgabe in jedem Januar und Februar in Dortmund. Wir kommen mit Notdienstwagen, sichern die Schadensstelle, dokumentieren für Ihre Versicherung und reparieren in Abstimmung mit Heizungsbauer oder Installateur. Anschließend übernehmen wir Leckortung, Trocknung und Sanierung – komplett aus einer Hand.
Versicherung bei Frostschäden
Frostschäden an Leitungen sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung mitversichert – allerdings nur, wenn Sie als Eigentümer Ihrer Obliegenheit nachgekommen sind. Konkret: Heizung auf Frostschutz halten, regelmäßige Kontrollgänge in leerstehenden Räumen, Außenleitungen entleeren. Wer das nicht beachtet, riskiert eine Kürzung oder Ablehnung.
Checkliste für jeden Herbst
- Außenhähne zudrehen und entleeren.
- Heizung warten lassen – Anlage muss zuverlässig laufen.
- Frostschutz an Frostwächtern in Garagen und Nebenräumen aktivieren.
- Bei längerem Urlaub: Nachbarn um regelmäßigen Kontrollgang bitten.
- Frostwarn-App oder smarte Sensoren installieren – warnen bei Temperaturabfall sofort.
Häufige Fragen
- Wasserleitungen können ab -5 °C einfrieren – schlecht isolierte Leitungen schon früher. Entscheidend ist die Dauer der Kälteeinwirkung.
Seit über 15 Jahren im Einsatz für Wasserschäden, Leckortung und Schimmelsanierung in Dortmund und Umgebung. Zertifizierter Fachbetrieb nach WTA & BG-Bau.

